Wörterbuchnetz
Althochdeutsches Wörterbuch Bibliographische AngabenLogo SAW
 
nkcuntac bis nne (Bd. 6, Sp. 1321 bis 1322)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis nkcuntac Nievergelt, Runenschr. S. 111,43 (Sg 219, Hs. 9. Jh.; nach Gl 2,243,27; die beiden c unsicher; zur Mischung von Geheimschrift und Normalschrift vgl. Nievergelt a. a. O. S. 146 u. Anm. 718) zu: inprobus [quippe et inperitus est medicus qui alienum mederi appetit et ipse vulnus quod patitur nescit, Greg., Cura 3,24, PL 77,95,A9] ist nicht sicher deutbar; bei kongruenter Glossierung des Negationspräfixes lat. in- wäre neben der Lesung nicuntac auch das Negationspräfix un- u. damit die Lesung uncuntac zu erwägen; semantisches Bezugswort könnte neben lat. inprobusschlecht, unredlichauch lat. inperitusunerfahrensein, vgl. Nievergelt z. St.; gegen eine Zuordnung des Belegs zur Familie ahd. kund spricht anlautend c- anstelle des in der Hs. zu erwartenden ch-.
 
Artikelverweis 
nleittan Gl 1,564,2 s. AWB ir-leiten.
 
Artikelverweis 
.. nliho Gl 2,220,18 s. AWB hônlîhho.
 
Artikelverweis 
.. nliho Beitr. 52,156,1 (clm 4614, Hs. 8./9. Jh.) zu: [hinc enim] pie [Jacobus prohibet, dicens: Nolite plures magistri fieri, fratres mei, Greg., Cura 1,3, PL 77,17B] ist nicht sicher deutbar (vgl. auch Gl.-Wortsch. 12,48); im Ahd. Gl.-Wb. S. 309 wird der Ansatz irbarmêntlîhho adv.mitleidsvoll’, bei Schmid, -lîh- Bildungen S. 146. 601 f. irbarmênlîhho adv. in gleicher Bed. erwogen.
 
Artikelverweis 
n’lin Gl 3,52,55 s. AWB nierlîn mhd.
 
Artikelverweis 
n . ln Nievergelt, Glossierung S. 702,36 (clm 18547,2, 10./11. Jh.; n- unsicher; Eintragung verblaßt), geheimschriftl. für n.in, zu: [ex his] unum [praesumit et devorat, Sulp. Sev., Dial. 1,14 p. 166,17] ist nicht sicher deutbar; der Bezug auf unum ist unsicher, ebenso eine Zuordnung zu ein pron. indef.
 
Artikelverweis 
nlpl Gl 2,754,57 (clm 18547,2, 10./11. Jh.), geheimschriftl. für nipi, daneben noch die gleichlautende Griffelglosse nibi Nievergelt, Glossierung S. 512,635, zu: [sed quia voluntati vestrae] non obsecundare (oboedire) [mihi non licet, quantum adhuc diei superest, loquar, Sulp. Sev., Dial. 2,8 p. 190,10] ist wohl nur als Anfang einer Glossierung deutbar, vgl. dazu Thies, Sulp. Sev. S. 244,358 u. Nievergelt a. a. O. Erkennbar ist die Negationspartikel ni und, unter Annahme einer gliedweisen Übers. der lat. Bezugswörter obsecundare u. oboedirenachkommen, gehorchen’, das Präfix bi- zur Wiedergabe von lat. ob-. Allerdings sind im Ahd. für diese beiden Verben bislang keine bi-Präfigierungen bekannt. Auch ein mit bi- anlautender Wortstamm ist daher nicht auszuschließen.
 
Artikelverweis 
nn Beitr. 52,165,3 (clm 14510, Hs. 9. Jh.; erstes n unsicher) in cenn zu: [quia illa forma servi inhaesit illi (dem Sohn Gottes) ad unitatem personae perpetualiter, illae vero species corporales, id est columba et ignis,] ad demonstrandum [quod opus fuit, ad tempus apparue- [Bd. 6, Sp. 1322] runt, et esse postea destituerunt, Alc., De fide 3,8 p. 43B] ist nicht sicher deutbar; möglicherweise ist ce abzutrennen u. als zi praep. zu bestimmen. Im Gl.-Wortsch. 11,340 wird dagegen Zuordnung zu zeihhanen sw. v.zeigenerwogen.
 
Artikelverweis 
.. nn . MGh Carm. Cant. S. 76,9 s. AWB nunna.
 
Artikelverweis 
.. nnasi labores Gl 2,390,58 s. AWB quecsilabar.
 
Artikelverweis 
nne Beitr. 52,157,5 (clm 4614, Hs. 8./9. Jh.) zu: [ut apud imperitum vulgus scientiae sibi nomen extorqueant, (die Hochmütigen)] student [summopere et ab aliis recte intellecta destruere, et sua perversa roborare, Greg., Cura 3,24, PL 77,94A] ist nicht deutbar (vgl. auch Gl.-Wortsch. 12,48); der lesbare Wortteil läßt sich formal nicht mit der 3. Plur. des Bezugswortes lat. studeresich bemühen’, für das ahd. îlen oder zilên als Entsprechungen belegt sind, in Einklang bringen. Die im Ahd. Gl.-Wb. S. 311 erwogene Zuordnung zu giirren ist aus semantischen Gründen abzulehnen.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: