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aruethint bis âruntboro (Bd. 1, Sp. 665 bis 666)
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Artikelverweis aruethint s. AWB arbeiten sw. v.
 
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aruidon s. AWB arbeitôn sw. v.
 
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aruingun s. AWB arauuingûn adv.
 
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[aruithi and. s. AWB arbeiti st. n.]
 
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aruiz s. arauuîz st. f.
 
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ârûmi st. n.; zum Neutr. vgl. AWB âbulgi st. n. O 1,23,40. 5,19,23. — Graff I, 462 f.
a-rum-: acc. sg. -i O 5,4,30 (FV, P ara imi); dat. pl. -en 4,35,30 (so Graff, Erdmann und Piper; Kelle ii, 223 Anm. 9 und 139 schlägt dat. pl. von arm brachiumvor, das sich der Situation (Grablegung Christi) gut einfügt. Aber arm hat bei Otfrid sonst keinen Svarabhaktivokal, der zur Füllung des Verses nicht notwendig war).
Raum, Gelegenheit, Möglichkeit: thiu wib ... thiz allaz (wohin man Jesu Leichnam legte) scouotun ..., thaz sie ... muasin thes giflizan ... in then arumen gisuaslicho bichumen ‘solange sie die Möglichkeit dazu hatten?’ (Piper:so lange es noch vergönnt war; Kelle 3,21:in den Armenoder so viel es möglich war?) O 4,35,30. ni thaz er (der Engel) ... then weg (des Auferstandenen) girumti (mit der Öffnung des Grabes), suntar ... gisiunes arumi er gab in thaz itala grab ‘die Möglichkeit, hineinzuschauen’ [non ut egressuro domino ianuam pandat, sed ut egressus eius iam facti praestet indicium, Beda in Matth. 28,2] 5,4,30.
 
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aruncher cerritus Gl 4,135,39 (Sal. c) ist unsicher. Steinm. vermutet Verschreibung für ariuber, s. AWB âriub adj. [Bd. 1, Sp. 666]
 
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arundi Gl 1,184,16 (K), Graff I, 427 s. v. arandi, ist unklar. Ist es ein Adj. oder Part. Praes. zu einem Verb? Die Hs. schreibt unmanalomi epar edho arundi edho uuitharzomi immania orda (nach Steinm. hdschr. horrida, nach Baes., Abrog. 81 besser horrenda, vgl. CGL iv, 95,29, zu lesen) vel aspera (edho arundi fehlt Pa, Ra nur eipar). Von arunti ist keine Verbindung zur geforderten Bedeutung schrecklich, furchtbarherzustellen. Ist an heriôn anzuknüpfen, vgl. 163,9 harion grassare (R) und harundi zu lesen? für Abfall von anlautendem h- vgl. 252,32 olem, für -nd- statt -nt Kögel S. 97 f.
 
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arundi s. auch AWB ârunti st. n.
 
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arunote Gl 1,384,20 s. AWB ârunti st. n.
 
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âruntboro sw. m. — Graff III, 157.
arunt-poro: nom. sg. Gl 1,136,35 (PaK). 250,12 (Ra); a-: ebda. (K).
Überbringer einer Botschaft, einer Bittschrift: supplex Gl 1,250,12. Eigentümlich ist der Gebrauch von PaK: cot a. anti cot poto (endi khouuntheo = kot kuntheo? K) bona adnuntiatio 136,35 als Interpretament für evangelium. Hat der Glossator das Evangelium personifiziert als den Bringer der göttlichen Heilsbotschaft? vgl. boto 4.