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bûsc bis buch (Bd. 1, Sp. 1567 bis 1568)
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Artikelverweis bûsc st. m., mhd. bûsch, nhd. DWB bausch. — Graff III, 353.
pûsken: dat. pl. Nb 248,19 [268,5].
Schlagriemen, mit eingenähtem Blei oder Eisen versehene Riemen, womit sich die Faustkämpfer Hände und Arme umwickelten, um dem Gegner Beulen zu schlagen, eine Art Schlaghandschuh, Wulst als Waffe im Faustkampf, Cästus: fermahta er sih fehtennes . [Bd. 1, Sp. 1568] mit temo chnutele . so hiez er pugil . alde mit suerte . so hiez er gladiator . alde mit cestibus . daz uuir cheden mit pusken . so hiez er agonitheta . i. decertator.
 
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buskila sw. f., vgl. mhd. nhd. büschel st. m.
puscillun: dat. sg. Gl 2,678,51 (Schlettst., 12. Jh., Rasur nach -s-, -c- übergeschrieben).
Büschel, Rutenbündel: Vok.-Übers.: [cantantes ut eamus, ego hoc te] fasce [levabo, Verg., E. IX, 65].
 
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buskillî(n) st. n., mhd. Lexer büschelîn, büschel, nhd. DWB büschlein, büschel n.
bvschelliv: nom. pl. Npgl X Cant. grad. (S. XI, 4).
kleines Büschel, Büschelchen: daz sie (peccatores) niht fasciculi (bvschelliv) werdin ad comburendum.
 
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buskit Gl 4,685,17 s. AWB hursken sw. v.
 
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busm s. AWB buosum st. m.
 
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busoh Gl 3,194,26 s. AWB busc, AWB bosc st. m.
 
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busse Gl 3,376,65 s. AWB buhsa sw. (st.) f.
 
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busse Gl 3,327,67 s. AWB buozen sw. v.
 
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bustâri st. m. — Graff III, 354.
pustare: nom. pl. Gl 1,212,3 (K); zu -e regelmäßig im Nom. Plur. in K vgl. Braune-Mitzka, Ahd. Gr.11 § 109 Anm. 4.
Grabstätte, Grabmal: monumenta (? Hs. monimuna). Steinm. (handschriftl. z. St.) glaubt, daß der Glossatormonimuna als monimenta gefaßthabe. Wahrscheinlich liegt Vermischung von Abba-Glossen vor: molimina: artificia (cogitationes machinationes) u. monumentis: (memoriis litterarum), vgl. Gloss. Lat. V, Mo Nr. 15. 23. Steinm. nimmt Entstehung von b. aus lat. bustuarium an. Näher liegt Anknüpfung an mlat. bustarlocus ubi cremantur mortuorum corpora’, vgl. Thes. II, 2255, ähnl. CGL V, 493,6 s. v. bostar, ferner Diefb. Gl. 79 b s. v. bostar. bustar ist Abl. von bustum, und dessen Bedeutungsentwicklung vonLeichenverbrennungsstättezuGrabmal’ (vgl. Thes. II, 2256 ff., v. Wartburg, Et. Wb. 1,651) könnte die von bustar parallel verlaufen sein. Zu ahd. -âri-Bildungen sächlicher Bedeutung vgl. Wilm., Gr. 22 § 227, zu solchen, die überdies nach lat. Wörtern gebildet sind, welche nicht auf -arium ausgehen, vgl. Kluge, Stammb.3 § 77.
 
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busz s. AWB busc, AWB bosc st. m.
 
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buch s. AWB butirh st. m. (auch n.?).