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louliunter bis -louuua (Bd. 5, Sp. 1368)
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Artikelverweis louliunter Gl 5,30,15 (clm 19490, 12. Jh.), Randgl. zu: fricas in cute solem (darüber:) pro fricans cutem ad solem [zu: at si unctus esses, et] figas (Laa. auch frigas) in cute solem [Pers. 4,33] ist nicht sicher zuzuordnen. Bei der von Steinm., Anm. z. St. vorgeschlagenen Interpretation als Part. Praes. eines sw. Verbs lollen ‘erwärmen’ (so auch Splett, Ahd. Wb. I,2,1224 als fraglich, Gl.Wortsch. 6,147, Ahd. Gl.-Wb. S. 383) müßten die Abweichungen im Vokalismus von Stamm- u. Nebensilbe erklärt werden (Unsicherheit zwischen o u. u bei vielleicht onomatopoetischer Bildg. bei ersterem, Verschr. bei letzterem?). Zudem ist für das als Anschlußmöglichkeit herangezogene Verb nl. lollen (vgl. WNT VIII,2,2651) der Zushg. vonschlaff hängen, dösenu. sporadisch bezeugtem ‘(sich) (er)wärmenschwer zu erklären. Mnl. lollen ist nicht in dieser Bed. bezeugt. Zur Problematik des Ansatzes lollen vgl. auch Riecke, jan-Verben S. 182.
 
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? loun st. m. n.
lovne: dat. sg. Gl 1,371,38 (M, clm 4606, 12. Jh.).
Schmutz(wasser), Ausschwemmung (?): unsupri ł lovne [tenera mulier et delicata ... invidebit viro suo ... super filii et filiae carnibus, et] illuvie [secundarum, quae egrediuntur de medio feminum eius, Deut. 28,57] (8 Hss. nur unsûb(a)rida, 4 nur unsûbarî, 2 nur unsûbarheit); oder ist an eine Alternativgl.Sturzbach, Überschwemmungzu denken (?), dann als Verschr. zu louuuin s. v. AWB leuuina.
 
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lounogo Gl 2,156,18 s. AWB lougna.
 
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louon Gl 4,202,41 s. AWB loubên.
 
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louph- s. auch AWB [h]louf-.
 
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loupuroso s. AWB loubfrosc.
 
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louu Gl 4,327,30 s. AWB [h]luoen.
 
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louvan WA 48,19. 40 s. AWB loubo.
 
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be-louven andfrk. sw. v., mhd. belven; vgl. mnl. beloven (überwiegend in anderer Bed.).
be-louuan: inf. WA 78,10.
refl.: sich belouven, mit abstr. Gen.: etw. aufgeben: wie scal ich nu mich belouuan thinero contemplationis ande auor withero keran ad puluerem terrenę actionis? (BCFK gilouben).
 
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? fer-louven andfrk. sw. v., mhd. vorlven.
Verschrieben (?): uer-louwan: part. prt. WA 73,3; wohl mit versehentlicher Übernahme der Endg. des vorhergehenden uernoman u. nicht als stark flekt. Nebenform (so Entholt S. 72), vgl. van Helten, Beitr. 22,465, Sanders, Leid. Will. S. 228. Zu w als möglicher Verschr. für v < b vgl. Entholt S. 29; vgl. aber auch afries. louwia, Afries. Hwb. S. 313.
jmdm. etw. erlauben, gestatten, mit Dat. d. Pers. u. Nebensatz: ich hauo uernoman, thaz min sponsus uerlouwan hauet sinan ande minan uiandan, thaz sie mich besuochen (BCK irlouben).
 
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-louuua vgl. ? AWB hîlouuua.